11. März 2018

Ist aller Anfang schwer?

Nicht unbedingt!
Aber bei allem, was man tut, sollte am Anfang die Überlegung stehen: Was will ich, was brauche ich, habe ich alles vorrätig? Und da fällt Euch bestimmt noch einiges mehr ein.
Und genau so, fange ich nun mit meinem ersten Beitrag für die neue Rubrik Handarbeiten von A-Z an.
Und so schaue ich mir beim Buchstaben A den Anschlag an.
Egal ob wir etwas Stricken oder Häkeln wollen, wir benötigen als erstes den Anschlag, auch Maschenanschlag genannt. Wie so oft im Leben, gibt es hier viele Wege, die nach Rom führen.
Bei Strickereien bevorzuge ich in aller Regel den einfachen Maschenanschlag, wobei ich bei Socken und Handschuhen diesen über zwei Nadeln ausführe. So ist er nicht zu fest, falls im Laufe des Tages die Fesseln anschwellen.
Als erstes lege ich mir den Faden über Daumen und Zeigefinger und halte beide Enden in der Hand mit Ring- und kleinem Finger fest. Der Anfangsfaden, der in ausreichender Länge vorhanden sein muss, liegt dabei über dem Daumen. Wie lang der zu sein hat, ist Erfahrungssache. Ich messe das auch nicht und schaue mir das an - π x Daumen. Irgendwo habe ich mal gelesen, es wären ca. 2-2,5cm pro Masche. Ob das stimmt, habe ich aber nie ausprobiert. Ich habe das nach ca. 60 Jahren stricken einfach im Gefühl.
Nun mit beiden Nadeln den Faden zwischen Daumen und Zeigefinger von unten mit den Nadeln erfassen.
Dann damit von unten den Faden vom Daumen dazulegen.
Rüber zum Faden des Zeigefingers
und den Faden vom Daumen gleiten lassen. Die ersten beiden Maschen befinden sich nun auf den Stricknadeln.
Ab jetzt kommt mit jedem Gang von Daumen
zum Zeigefinger
eine weitere Masche hinzu.
Das Ganze sieht dann so aus.
Wie schon erwähnt, nehme ich bei Socken und Handschuhen zwei Nadeln über den ich den Anschlag mache und ziehe am Ende eine heraus.
Das ist die Rückseite.
Wie oben bereits erwähnt, führen viele Wege nach Rom. Und so gibt es auch verschiedene Arten die Maschen anzuschlagen. Ihr werdet also im Netz und in Büchern noch viele Sorten finden.
Soll er fester sein, kann man auch den Faden, der über dem Daumen liegt, doppelt nehmen. Oder man arbeitet den sog. Kreuzanschlag. Der ist mir aber zu mächtig, so dass er für mich nur für dicke schwere Jacken in Frage kommt.
Dann kann man auch die Maschen anschlagen, indem man das Garn um einen dicken Faden schlingt, den man dann später wieder herauszieht. Hier ist dann gar keine Anschlagreihe zu sehen.
Und sicherlich gibt es noch viel mehr, die mir vielleicht noch nicht über den Weg gelaufen sind.
Ich habe schon einige Methoden ausprobiert, komme aber immer wieder auf den von meiner Mutter als Kind gelernten Anschlag zurück. Der Mensch ist halt doch in gewisser Weise ein Gewohnheitstier.
Nun wünsche ich Euch viel Spaß bei Eurer Strickarbeit.









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